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PRESSE:
Einzelne Artikel
Presse - Ausschnitte aus:
Weserkurier, Osterholzer Kreisblatt 6.Mai 2011
Rhythmen für ein ganzes Leben
von Andreas Hanuschek
Abena Hannah Flemming zeigt zur CreARTour afrikanisches Trommeln und Tanzen
Afrikanische Trommeln sind das Metier von Abena Hannah Flemming. Sie baut die Trommeln, spielt
auf ihnen, tanzt nach der Musik und gibt ihre Kenntnisse als Lehrerin für Afrikanisches Tanzen, Trommeln und Trommelbau weiter. Zur creARTour am kommenden Wochenende, 7. und 8. Mai, ist
Abena Hannah Flemming mit einer Ausstellung und Demonstration zu Gast bei Berthold Dunkel am Voßbarg 2 in Vollersode.
Insgesamt öffnen am creARTour-Wochenende in der Samtgemeinde Hambergen 22
Ausstellungsorte ihre Türen, um die Arbeiten von 44 Künstlern zu zeigen. Die Liebe zu Afrika, insbesondere zum westafrikanischen Ghana, erwachte 1989 bei Hannah Flemmings erstem
Aufenthalt auf dem schwarzen Kontinent. Es folgten weitere Besuche, Höhepunkt war das Auslandssemester an der Universität Legong in der Küstenregion Ghanas. Dort lernte Flemming auch das Bauen von Trommeln.
“Da sind die besten Lehrer”, meint Flemming. Der Beste sei Emmanuel Gomado. Ghanas Trommelkultur sei
unglaublich reich. Flemming: “Alle Rhythmen und Tänze zu lernen, dafür reicht mein Leben nicht aus.” Flemmings
Trommeln sind nach dem Vorbild der Kpanlogo-Trommel aus Ghana gebaut. Dort bestehen sie aus Tweneboa, einer exotischen Pappelart, und aus Antilopenfell. In der Werkstatt von Flemming kommen Pappel und Damwild
dem Original sehr nahe. Die Pappel ist recht weich und gut zu verarbeiten, das Fell ist recht günstig zu bekommen, da es zu keiner anderen Verwendung vorgesehen ist. Ab und zu verwendet Flemming aufgrund der
schönen Maserung Kiefernholz, allerdings werde die Trommel dann extrem schwer.
Die Arbeitsweise ist schnell erklärt, die Ausführung dagegen dauert recht lange. Zuerst wird das Stück Baum
versiegelt, um Risse zu vermeiden und anschließend ausgehöhlt – eine schweißtreibende Angelegenheit. Flemming:
“Mein Ding ist es, anderen beizubringen, Trommeln zu bauen. Wer Lust hat, bekommt es hin. Es ist Maloche.” Je
größer und gewölbter die Trommel wird, desto mehr Bass bekommt man heraus, allerdings entscheidet auch die Schlagtechnik darüber ordentlich mit.
Von Haus aus ist Flemming Diplom-Kulturpädagogin, sie lebt allerdings heute von ihrem Unterricht und den
Workshops, die sie in Hannover und Bremen sowie neuerdings in Meinershagen anbietet. Die Schlagtechnik wie
auch den Trommelbau vermittelt die Lehrerin aktuell in rund 20 Kursen. “Man lernt schnell, wie viel Spaß das
machen kann, und bereits nach zwei Jahren ist man in der Lage, melodisch zu spielen. Seit 1994 unterrichtet
Flemming: “Meine Mitstudenten waren begeistert und wollten auch gleich trommeln lernen.” Flemming stammt
gebürtig aus Hameln, die Liebe verschlug sie nach Bremen und das Trommelfieber nach Meinershagen. Flemming:
“Hier können wir die ganze Nacht durch trommeln und niemand beschwert sich.” Seit 2009 ist Abena Hannah
Flemming hier mit Ehemann Kojo Uwe Cremer, einem ihrer ältesten Schüler, zu Hause. “Kelewele” haben sie ihr Zuhause getauft – nach einer Gewürzmischung, denn gut gewürzt soll das Landleben verlaufen.
Abena und Kojo sind natürlich die Künstlernamen. Abena bedeutet “am Dienstag geboren”, Kojo steht für den
Montag. Als Duo Abena-Kojo tritt das Ehepaar trommelnd auf – übrigens auch auf der creARTour: Das Publikum
wird am Sonnabend, 7. Mai, um 19.30 Uhr in der Mühlenscheune Lübberstedts gefordert, ist zum Singen und
Tanzen fest eingeplant. Besucher können Percussion-Instrumente zur Rhythmus-Session mitbringen, in die das Konzert morgen Abend übergehen soll.
Abena Hannah Flemming zeigt zur creARTour selbstgebaute sowie importierte afrikanische Trommeln, einige
stehen auch zum Verkauf. Bei Dunkel in Vollersode kann man der Künstlerin über die Schulter schauen oder bei
musikalischen Kostproben lauschen. Flemming bietet kleine “Souvenirtrommeln” zum Weiterarbeiten an.
Geöffnet ist das Atelier von Dunkel, in dem neben Flemming auch Helga Gorges und Sabine Hanke sowie Berthold
Dunkel selbst ausstellen, am Sonnabend von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Informationen zu Flemming, ihren Kursen und Workshops gibt es im Internet unter www.abena-drumdance.de.
Torfkurier 6.Mai 2011
Rhythmus macht stark
von Birgit Ahlswe
In der Musik, im Tag und im Jahresverlauf: 
Rhythmus trägt uns durchs das Leben.
„Wichtig und elementar ist, dass wir den Rhythmus in uns haben: durch unseren Herzschlag!“ so die Kulturpädagogin Abena
Flemming. „Die Anlage hat jeder von uns. Wir pflegen hier nur eher die Melodie und nicht den Rhythmus, wie es zum Beispiel die Afrikaner tun!“ Abena Flemming leitet Trommelworkshops in
Worpswede. Sie erlebt immer wieder aufs Neue: hat jemand im Seminar seinen Rhythmus gefunden, geht er gestärkt daraus hervor. Den eigenen Rhythmus zu finden, wirkt ausgleichend und
festigt den Menschen innerlich. Diesen Rhythmus kann er in den Alltag übertragen. Es muss nicht immer die Trommel sein, die einem „den Weg weist“. Viele Instrumente eignen sich zum
rhythmischen Spielen. Am besten sind aber Schlaginstrumente. Auch Kleinpercussion wie eine Rassel könnenAnfänger leicht erlernen. Mit einem Instrument den richtigen Rhythmus zu
finden, ist aber durchaus Übungssache.
Reggae contra Marschmusik
Rhythmus entsteht aus einer lebendigen Aneinanderreihung von betonten und unbetonten Pulsschlägen.
Es gibt Off-Beats und Down-Beats. Reggae-Musik ist ein gutes Beispiel für Off-Beats: die Musik schwingt nach
„oben“, ist luftig und leicht. Bei Marschmusik oder Techno liegt der Schwerpunkt auf Down-Beats: sie „hämmert
nach unten“. Die Einteilung in Takte hat mit unserem Bedürfnis nach Ordnung und Analyse zu tun, und rührt aus
der allgemeinen Musiklehre. Rhythmen dagegen können gleichmäßige, sich wiederholende wie auch lebendige, abwechslungsreiche Grooves sein.
Abena Flemming verdeutlicht den Unterschied zwischen Takt und Rhythmus am Beispiel der deutschen und
afrikanischen Gepflogenheit im öffentlichen Nahverkehr: „In Deutschland fährt der Bus zu festen Zeiten, mit
oder ohne Passagiere. Er taktet in festgelegten, künstlich festgelegten Zeitabständen. In Afrika fährt der Bus
dagegen los, wenn er voll ist!“. Rhythmus ist also flexibel und lebendig. Was wir als Rhythmus verstehen, ist eine
lebendige Sequenz, die von der Pause als wichtiges Element lebt – denn ohne die Pause würde es wie beim
Techno nur ein atemloses, gleichmäßiges Durchpulsen geben. Das veranschaulicht auch der Atemrythmus des
Menschen: einatmen, Pause, ausatmen, Pause. Als zweite und dritte Dimension, kommen Tempo und Tiefe hinzu.
Flemming: „Was künstlich eingerichtet ist, von außen kommt, ist in der Regel nicht im Einklang mit dem eigenen
Rhythmus. Der eigentliche Rhythmus ist immer etwas ursprüngliches und natürliches!“. Bauern arbeiten oft noch in
einem natürlichen Rhythmus. Sie sähen nicht im Takt, sondern nach Jahreszeit und Wetterlage. Diese wiederholen sich, aber in flexiblen, lebendigen Zeitabschnitten. Nach Regen folgt unweigerlich Sonne,
irgendwann.
Motorik trifft Gefühl
Abena Flemming ist überzeugt: „Wenn wir hier mehr Rhythmus pflegen würden, hätten wir viel mehr Zugang zur
Musik und zu uns selbst. In der Folge davon wären wir authentischer. Wir lebten dass, was uns ausmacht!“ Das
nicht zu pflegen, schwächt uns. Wir kommen aus dem Tritt, aus dem Rhythmus. Rhythmus wirkt auf dem Körper.
„Ab dem sechsten Lebensjahr werden wir zur Trennung von Körper und Geist erzogen!“ Zuviel Stillsitzen und
zuviel Melodie. Zuviel Kopf, zuwenig Körper. „In der Musikerziehung ist es sinnvoll, erst mit dem Rhythmus
anzufangen. Das gibt auch Kindern eine Chance, die nicht so musikalisch sind!“ Die Worpswederin erzählt von
einem Teilnehmer aus ihrem Workshop: „Der konnte sehr gut jonglieren und dachte Trommeln wäre leicht für ihn.
Seine Motorik war gut ausgebildet. Aber Trommeln ist nicht nur eine Technik. Es braucht auch viel Gefühl!“ Da
ist mitunter etwas Übung nötig, um den eigenen Rhythmus wieder zu entdecken. Konzentration hilft, im Rhythmus zu bleiben. Dann ist es besonders spannend, diesen mit anderen zu teilen:
„Gemeinsames trommeln kann eine Gruppe regelrecht zusammenschweißen. Sogar, wenn jeder seinen eigenen
Rhythmus spielt!“ Die Kunst besteht darin, etwas Eigenes einzubringen und das in Beziehung zu setzen, zu dem,
was die anderen spielen. Dann trägt man sich gegenseitig. „Das klingt immer!“ weiß die Musikpädagogin.
Bremen 4u
Fume-Fume-Neueröffnung 2009
Weserkurier-Stadtteilkurier
Eröffnung & Feste im ‘alten’ Fume-Fume
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Kinder-Trommeln
Ferienaktionen & Kurse
Weserkurier 2006
‘Musik im Ohr’ in der Glocke in Bremen
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Ferienaktion Hambergen 2005
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Bassumer Ferienkiste
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DOKU Blumenthal Schnupperkurs
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Mädchentrommeln in Lilienthal
Technik wichtiger als Kraft
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Trommeln mit Kids - Bericht im Extrablatt Bremen
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Ferienaktion im Haven Höövt
Kannst du mir deinen Daumen leihen ?
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Auftritte mit AKOSIA
Leben wie in Afrika
Auftritte mit Obrenni
Ausschnitt aus
Seminar- Kurs & Veranstaltungsankündigungen
Verden-Aller-Zeitung 1999
Den Gefühlen freien Lauf lassen
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Osterholzer Anzeiger 2010
Trommeln im Moor
Kurs- & Veranstaltungsankündigungen
Trommeln trainiert Merkfähigkeit
Överblick März 2004:
Faszination Westafrika
Afrikanisch Tanzen & Trommeln als Leidenschaft
Kann man eigentlich leben vom Trommeln & Tanzen ?
Abena Hannah Flemming will es wenigstens versuchen, denn genau das ist ihre Leidenschaft !
Seit 10 Jahren unterrichtet die Diplom Kulturpädagogin
bereits Afrikanisch Tanzen & Trommeln – und ist noch kein bisschen müde.
Die Leidenschaft hierfür packte sie während ihres Auslandssemesters in Ghana.
„Ich war bereits vorher einmal 1989 in Ghana für 2 Monate, um Workcamps
mitzumachen“, so erzählt sie. „Ich war viel unterwegs, habe mit den Leuten gearbeitet, in Dörfern gelebt, den Westen und Norden kennen gelernt. Die
letzten Tage vor dem Abflug war noch ein wenig Geld übrig – und das habe ich investiert in zwei Unterrichtsstunden bei Kofi Missiso, um ein wenig Trommeln zu lernen.“
Damals wusste sie noch nicht, dass dieser Mann mit Abstand einer der besten Trommler überhaupt in Ghana und ganz
nebenbei auch ein Leiter eines der dortigen National Ensembles für traditionelles Trommeln & Tanz war !
Seine abschließenden Worte damals: ‚You will learn it!’
Und so nahm ihr Werdegang seinen Lauf...
„Ich fand heraus, dass man in Ghana Afrikanisch Tanzen & Trommeln studieren
kann, und so entschloss ich mich, die Chance eines Auslandssemesters zu nutzen.“
In diesem ¾ Jahr lernte sie den Alltag, die Schwierigkeiten und die Kultur dieses Landes intensiv kennen. Dazu
gehörte z.B. dass Busse erst fahren, wenn sie voll sind, dass Trommellehrer mal nicht zum Unterricht erscheinen
– z.B. weil es einige Stunden vorher geregnet hatte und sie ihr Dach reparieren mussten...
„Zeit ist hier noch immer eine andere Dimension. Man hat einfach Zeit, man wartet auf andere bis sie da sind – egal
wie lange das dauert – und nichts ist wirklich planbar, zumindest nicht so wie bei uns !“
Die Offenheit und die soziale Betroffenheit der ghanaischen
Bevölkerung beeindruckte die damalige Studentin ganz besonders. „Ich war einmal dabei, wie zwei streitende Männer sich auf offener Straße zu prügeln versuchten. Sie
hatten keine Chance dazu, weil sich sofort alle Umstehenden einmischten, sie auseinander zogen und zu schlichten versuchten !“
Etwas, was hierzulande leider gar nicht so selbstverständlich ist.
Doch ihre Auslandserfahrungen haben Abena Hannah Flemming keineswegs zum Abheben gebracht. Kaum zurück,
begann sie das Erlernte an der Hildesheimer Universität, und später in Workshops und Kursen weiter zu geben. Sie selbst bildet sich fortlaufend weiter bei ghanaischen LehrerInnen.
„Man muss den Kontakt halten“, so betont sie. „Nicht zuletzt um selber immer wieder diese Faszination der
westafrikanischen Tanz-& Musikkultur zu erleben - und natürlich um korrigiert zu werden, wenn sich Nachlässigkeiten einschleichen.
Das ist dasselbe wie wenn man eine Fremdsprache erlernt hat und diese unterrichtet. Man muss immer wieder in
das Ursprungsland und das Original hören.“
Aber wie kommt es, dass eine Kulturpädagogik-Studentin,
die eigentlich Querflöte und Gesang studiert hat, auf die Trommel kommt ?
„Ja das ist schwer zu beschreiben,“ so lacht Abena,“ aber
es war wirklich so: die Trommel kam zu mir.
Sie ist ein Gruppeninstrument, man erlernt sie nur durch
Zuhören und nicht über Noten. Und die Kombination aus den verschiedenen Grundschlägen und damit erzeugten Tonhöhen ergeben Melodiestimmen, die parallel gespielt
einen mitreißenden Rhythmus ergeben. Beim Trommeln hat man einfach Spaß, vor allem mit anderen zusammen !
Das hatte ich persönlich leider nie mit meinem Leistungsinstrument Querflöte.“
Und wie kam es zum Tanzen ?
„Ich halte mich nicht für eine typische Tänzerin“, so erzählt sie. „Ich habe nie viel mit Tanzen zu tun gehabt und
hatte auch nie Spaß daran. Aber in Ghana habe ich immer in meinen Unterrichtspausen den Tänzerinnen zugeschaut, bis sie mich aufgefordert haben, mitzumachen – und meinten, ich sei durchaus talentiert.
Damit meinten sie vor allem, dass ich mich natürlich
bewegte und nicht durch Kunsttänze wie z.B. Ballett oder Jazzdance verbildet war, welche bestimmte, eher künstliche Körperhaltungen vorschreiben. Die natürliche
Bewegung ist die Grundlage des Afrikanischen Tanzes, ebenso wie auch das Tanzen in der Gemeinschaft – denn da tanzen alle, egal ob jung oder alt, dick oder dünn, Mann oder Frau.“
Seit 1994 unterrichtet Abena Hannah Flemming – deren
KünstlerInnenname übrigens ‚am Dienstag Geborene’ bedeutet, denn in Ghana bekommen alle einen zusätzlichen Namen für den Wochentag verliehen, an dem sie geboren
worden sind – bereits in Workshops und in fortlaufenden Kursen Afrikanisch Trommeln & Tanzen.
„Ich habe seit 2003 neu begonnen in Bremen und umzu Kurse aufzubauen“, so bestätigt sie, “denn seit Herbst
2003 versuche ich mich per Ich-AG selbstständig zu machen.
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